Todesstrafe nach Mord an schwulem Paar: Täter zeigt Angehörigen den Mittelfinger

"Homosexuelle sind eine Schande für die Menschheit und müssen entfernt werden", schrieb er der Richterin

Keine Reue zeigt ein 32-jähriger Mann, der vor acht Jahren ein schwules Paar brutal ermordet hat. Peter Avsenew wurde deshalb am letzten Freitag in Florida zum Tode verurteilt. Den Angehörigen der Opfer zeigte er nach der Urteilsverkündung den Mittelfinger.

Der Escort ermordete das schwule Paar, das ihn bei sich wohnen ließ

Stephen Adams und Kevin Powell

Avsenew, der als Escort arbeitete, suchte im Jahr 2010 über ein Kleinanzeigenportal nach einer Wohnmöglichkeit, als ihm Stephen Adams und Kevin Powell ihr Haus in Wilton Manors öffneten. Wenige Wochen später war das Paar, das mehr als 30 Jahre zusammen war, tot. Screenshot: CBS Miami

Er hatte sie erschossen und ihre Leiche dann in Leintücher gewickelt. Gefunden wurden ihre sterblichen Überreste am 26. Dezember. Avsenew war zu diesem Zeitpunkt bereits mit dem Auto seiner Opfer, denen er auch Geld und Kreditkarten gestohlen hatte, auf der Flucht.

Die eigene Mutter zeigte ihn bei der Polizei an

Nachdem er bei seiner Mutter aufgetaucht war und diese belastende Bilder auf seinem Computer gefunden hatte, zeigte sie ihren Sohn bei der Polizei an. Dieser sagte Avsenew, er habe die Gegenstände genommen, nachdem er das Paar tot gefunden hatte, weil er nicht als Escort entlarvt werden wollte.

Doch das glaubten ihm die Geschworenen nicht. Wegen Mordes, bewaffnetem Raubüberfall, Autodiebstahls, Kreditkartenbetrugs und unerlaubtem Waffenbesitz wurde der 32-Jährige jetzt zum Tod verurteilt. Bei der Urteilsverkündung verzog er keine Miene. Doch als er das Gerichtsgebäude verließ, zeigte er noch den Opfern der Hinterbliebenen seinen Mittelfinger.

Mittelfinger an die Hinterbliebenen: „Ich bin froh, dass er die Todesstrafe bekommen hat“

„Nach dem, was in diesem Gerichtssaal passiert ist, bin ich froh, dass er die Todesstrafe bekommen hat“, sagte daraufhin Stephen Adams Schwester Missy Badget. Und ihre Schwester Marci Craig ergänzte: „Tief in meinem Herzen habe ich geahnt, dass er diese Geste zeigen wird.“

Der Hass von Avsenew wurde schon nach dem Schuldspruch im letzten Jahr deutlich, als er der Richterin einen Brief schrieb. „Es ist meine Pflicht als weißer Mann, die Schwachen und Furchtsamen auszulöschen“, war dort zu lesen.

Hat Peter Avsenew weitere schwule Männer ermordet?

Er schrieb weiter: „Ich werde immer für das eintreten, woran ich glaube, und alles, was mir im Weg steht, ausrotten. Homosexuelle sind eine Schande für die Menschheit und müssen entfernt werden. Das waren nicht die ersten und es werden nicht die letzten sein“, deutet er weitere Verbrechen an.

Am Tag vor der Urteilsverkündung hörten die Geschworenen noch das Schlussplädoyer von Avsenew, der sich selbst verteidigt hat. Er sagte, dass er „in seinem Leben nichts zu bedauern“ habe: Er sei „stolz auf die Entscheidungen, die er getroffen“ habe.

 


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