Jetzt erstrahlt der Wiener Rathausturm im EuroPride- und Life-Ball-Look

70 Meter Kunst sollen die Weltoffenheit der Stadt demonstrieren.

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Stadt Wien PID/BernatoStadt Wien PID/Bernato

 

Ein Rekord-Kunstwerk ist derzeit am Wiener Rathausplatz zu sehen: 1.500 Quadratmeter groß und 70 Meter hoch ist das Motiv der beiden quereen Aktionskünstler Ashley Hans Scheirl und Jakob Lena Knebl.

Zwei rote Figuren als Zeichen für das rote und bunte Wien

Wegen Bauarbeiten muss der große Rathausturm aus baupolizeilichen Gründen mit einem Schutznetz verhüllt werden. Das Life Ball Büro kam daraufhin auf die Idee, dieses Netz mit einem Motiv zu bedrucken, das die Vielfalt und Offenheit Wiens widerspiegelt – und die Stadtoberen waren begeistert.

Seit 17. April hängt nun das gesamte Kunstwerk in der Mitte des Wiener Rathauses. Sie zeigt das Künstlerpaar in roten Tanzkörper-Anzügen, wobei die eine Figur auf den Schultern der anderen sitzt und mit den Händen über dem Kopf das Turmdach imitiert.. Die weißen Badeschlapfen, in denen die untere Figur steckt, sollen auf den „Working Class Background“ der früheren Altenbetreuerin Knebl verweisen.

Für die Kulturstadträtin ist zeigt das Motiv „die Vision von Gemeinschaft“

Bürgermeister Michael Ludwig gefällt das Motiv. „Der Rathausplatz war und ist ein Ort der Begegnung. Hundert Jahre nach Gründung der Republik soll dieser öffentlichste Raum der Bundeshauptstadt noch mehr Menschen anziehen, einander näherbringen und begeistern. Der neu gestaltete Rathausturm soll ab sofort Ausrufezeichen dieser weltoffenen Gesinnung sein“, so der SPÖ-Politiker.

Für Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler von der SPÖ hat das riesige Kunstplakat „eine große Strahlkraft“, sagte sie bei der Präsentation des Motivs: „Dass der eine den anderen trägt, ist die Vision einer Gemeinschaft.“ Die zahlreichen Wiener und Touristen, die die Stirnseite des Rathauses jeden Tag betrachten, soll dieses „positive Signal“ erreichen.

Einen Großteil der Kosten übernehmen private Firmen

Außerdem solle die 70 Meter hohe Installation „Wien als weltoffene Stadt kennzeichnen sowie den künstlerischen Rahmen für Veranstaltungen von ‚100 Jahre Rotes Wien‘ über ‚Life Ball 2019‘ bis hin zur ‚EuroPride Vienna 2019‘ bieten“, so Kaup-Hauser weiter.

Das Projekt wurde von der Privatwirtschaft unterstützt. So übernahm das Unternehmen Gewista Kosten sowie Expertise der Planung, Installation und Demontage der Planen, die Gerüstbaufrima Xervon die Kosten und die Montage für zusätzliche Gerüstteile.

 

Quelle: ggg.at / red