Neue Vorwürfe Kevin Spacey muss vor Haftrichter erscheinen

Der schwule Schauspieler soll vor zwei Jahren einen 18-Jährigen betrunken gemacht und unsittlich berührt haben. Parallel zur Ladung veröffentlichte er ein bizarres Video.

Wegen der Missbrauchsvorwürfe in der letzten Staffel gestorben: Kevin Spacey als US-Präsident Frank Underwood in der Netflix-Serie "House of Cards":

 

Der US-Schauspieler Kevin Spacey muss am 7. Januar vor einem Haftrichter erscheinen. Das teilte die Staatsanwaltschaft im US-Bundesstaat Massachusetts mit. Der Vorwurf: sexuelle Übergriffe. Spacey soll im Juli 2016 einen 18-Jährigen betrunken gemacht und dann unsittlich berührt haben. Bei dem Opfer soll es sich um den Sohn der ehemaligen Nachrichtensprecherin Heather Unruh handeln.

Spacey brach derweil sein langes öffentliches Schweigen und meldete sich mit einem bizarren Video mit dem doppeldeutigen Namen "Let Me Be Frank" zu Wort. Darin mimt der frühere "House of Cards"-Star seine TV-Figur, den skrupellosen Politiker Frank Underwood, der offenbar auf Vorwürfe gegen sich reagiert.

 

Direktlink | Kevin Spacey bricht sein Schweigen

 

Mehrere Vorwürfe sexueller Übergriffe

Gegen Spacey wurden seit Herbst letzten Jahres mehrere Vorwürfe sexueller Übergriffe laut. Der Hollywood-Schauspieler soll es dabei auf junge Männer abgesehen haben. Die Welle ins Rollen gebracht hatte "Star Trek: Discovery"-Darsteller Anthony Rapp. Er berichtete, dass er vor drei Jahrzehnten als 14-Jähriger von einem angetrunkenen 26-jährigen Spacey bedrängt worden sei. Daraufhin veröffentlichte Spacey eine umstrittene Stellungnahme, in der dieser sich für die möglicherweise begangene Tat entschuldigte und sich als schwul outete (queer.de berichtete).

Nachdem immer mehr Vorwürfe publik wurden, zog sich der 59-jährige Oscar-Preisträger aus der Öffentlichkeit zurück – seine Karriere ist praktisch vorbei. Netflix ließ ihn in "House of Cards" nicht nur den Serientod sterben, sondern hält auch den abgedrehten Spacey-Film "Gore" über das Leben von Gore Vidal unter Verschluss. In Ridley Scotts ebenfalls abgedrehten Film "Alles Geld der Welt" wurde der Schauspieler nach dem Bekanntwerden des Skandals kurzerhand durch dem 88-jährigen Christopher Plummer ersetzt.

Spaceys letzter, im August veröffentlichter Film "Billionaire Boys Club", der bereits vor Aufkommen der Vorwürfe abgedreht worden war, spielte am Tag der Premiere katastrophale 126 Dollar ein. (cw)

 

Quelle: queer.de / red



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