Kultserie "Queer as Folk" kommt zurück!

Ein US-Kabelsender plant ein Remake der schwulen Kultserie – Erfinder Russell T. Davies ist als Executive Producer mit an Bord.

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 Die Schauspieler Charlie Hunnam, Aidan Gillen und Craig Kelly in der britischen Originalserie von "Queer as Folk" aus dem Jahr 1999 (Bild: Channel 4)

 

Der US-Kabelsender Bravo plant eine Neuauflage der schwulen Kultserie "Queer as Folk". Dies berichtete das Branchenmagazin "Variety" am Dienstag.

Grundlage soll demnach das britische Original sein, dessen zehn Folgen in den Jahren 1999 und 2000 im Sender Channel 4 ausgestrahlt wurden. "Queer as Folk" gilt als weltweit erste Fernsehserie, die sich offen mit schwulen Lebenswelten und schwuler Sexualität befasste. Aidan Gillen, Charlie Hunnam und Craig Kelly spielten darin drei junge homosexuelle Männer aus Manchester.

Neue Charaktere und ein neues Setting

Das Remake soll laut "Variety" neuen Charakteren in einem neuen Setting folgen. Als Autor und Regisseur konnte Bravo Stephen Dunn gewinnen. Seriengründer Russell T. Davies soll als Executive Producer mit an Bord sein. Ein Termin für den TV-Start wurde im Bericht nicht genannt.

Ein erstes Reboot von "Queer as Folk" lief bereits zwischen 2000 und 2005 im amerikanischen Pay-TV-Sender "Showtime". Die in Pittsburgh spielende Serie erzählte in 83 Episoden in fünf Staffeln die Erlebnisse der fünf schwulen Männer Brian, Justin, Michael, Ted und Emmett und deren lesbischen Freundinnen Lindsay und Melanie. Im deutschen Fernsehen wurde die Serie von 2006 bis 2008 bei ProSieben und anschließend bei TIMM ausgestrahlt.

Davies kehrte vor wenigen Jahren als Autor und Produzent mit der Serie "Cucumber" ins "Gay Village" von Manchester zurück und arbeitet derzeit an einer Miniserie über einen schwulen Freundeskreis in der Aids-Krise. Sein in diesem Jahr von der BBC ausgestrahltes Drama "A Very English Scandal" mit Hugh Grant und Ben Whishaw ist als beste Miniserie für einen Emmy nominiert.

Der Name "Queer as Folk" ist abgeleitet aus der in Teilen Nordenglands gebräuchlichen Redewendung "there's nought so queer as folk", etwa "es gibt nichts Seltsameres als Leute". (cw)

 

 

Quelle: queer.de / red