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Berichte

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Wien-Währing hat seinen ersten Regenbogen-Zebrastreifen

Bunte Farben geleiten auf der Währinger Straße zum Kutschkermarkt

Wien hat ab sofort einen zweiten Regenbogen-Zebrastreifen. Wie die Währinger Bezirksvorsteherin Silvia Nossek von den Grünen auf Facebook bekanntgab, wurde der farbige Fußgänger-Übergang am Dienstag unter Beisein von Vizebürgermeisterin Birgit Hebein und Gemeinderat Peter Kraus, beide von den Grünen, seiner Bestimmung übergeben.

Bunte Streifen auf Höhe des Kutschkermarktes 

Der Regenbogen-Zebrastreifen befindet sich auf der Währinger Straße auf Höhe des beliebten Kutschkermarktes. Damit setzt die Bezirksvorsteherin eine Initiative der Queer SPÖ Währing um, die mit dieser Idee im Herbst an die Bezirksvorsteherin herangetreten war. Um der Straßenverkehrsordnung zu genügen, wurden auch hier nicht die Streifen selbst, sondern die Zwischenräume in Regenbogenfarben gestaltet.

Den ersten Regenbogen-Zebrastreifen hat Wien letztes Jahr anlässlich der EuroPride bekommen: Hier wurden die Zwischenräume des Fußgänger-Übergangs vor dem Rathausplatz, wo auch normalerweise das Pride Village stattfindet, in verkehrsrot, tieforange, verkehrsgelb, verkehrsgrün, himmelblau und signalviolett bemalt. Die Kosten für den Schutzweg betrugen damals 2.500 Euro. 

Der Juni wird in Wien zum Regenbogenmonat 

Die Aktion anlässlich des „Regenbogenmonats Juni“ war bereits im Vorfeld von Antidiskriminierungsstadtrat Jürgen Czernohorsky von der SPÖ angekündigt worden. So wird Anfang Juni die Regenbogenflagge am Wiener Rathaus gehisst. Auch andere öffentliche Orte werden mit dem bunten Symbol der LGBTI-Bewegung beflaggt, zum Beispiel die Wiener Bäder, die Wiener Linien, Wiener Wohnen oder die Bildungsdirektion. Zusätzlich gibt es auch dieses Jahr die Beflaggung der Straßenbahnen zur Unterstützung der Regenbogenparade.

Am 13. Juni – dem Tag, an dem die Regenbogenparade stattgefunden hätte – wird der Rathausplatz als zentraler Platz der Stadt zum „Regenbogenplatz“: So wird es nicht nur Hinweise auf die Vienna Pride 2021 geben, sondern auch die Möglichkeit, ein Foto mit einem großen Regenbogenmotiv zu machen. Als weiteres Zeichen der Sichtbarkeit gibt es die erste Fensterl-Parade. Ganz Wien ist eingeladen, ein Zeichen zu setzen: 

Seit 2012 gibt es Regenbogen-Zebrastreifen 

Der erste Regenbogen-Zebrastreifen wurde 2012 in West Hollywood vom Künstler Martin Duvander initiiert, ebenfalls anlässlich der dortigen Pride. Im Jahr 2013 folgten Tel Aviv und Sydney. Nachdem der temporäre Regenbogen-Zebrastreifen in Sydney wieder entfernt wurde, begann in Australien eine breite Community-Bewegung, die an vielen Orten selbst begann, die bunten Schutzwege aufzumalen.

Mittlerweile sind die Regenbogen-Zebrastreifen in unzähligen Städten weltweit verbreitet, etwa in London, Hamburg oder Paris. Die bunten Wege werden aber auch zum Hassobjekt: So wurde etwa in Paris der Regenbogen-Zebrastreifen mehrmals von unbekannten Schwulenhassern beschmiert – und von der Stadtverwaltung in Rekordzeit wieder repariert. 

Doch auch kleinere Städte setzten mit Regenbogen-Zebrastreifen ein Zeichen der Toleranz: Im Mai hat Villach, mit 60.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Kärntens, die Errichtung von drei bunten Schutzwegen beschlossen. Und diese sind nicht das erste Zeichen für Vielfalt in Villach: Vor dem Standesamt steht bereits eine Regenbogenbank.

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