© Daniel Bockwoldt (dpa)

Berichte

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US-Botschafter Richard Grenell tritt zurück

Weniger Diplomaten und aggressivere Gouverneure haben das LGBTI-Thema auf seiner Tagesordnung ebenfalls missbraucht.

Richard Grenell, offen schwuler US-Botschafter in Deutschland, ist zurückgetreten. Er arbeitete zwei Jahre im Büro. Der 53-Jährige hat dies gerade auf Instagram angekündigt. Der Sprecher der Botschaft, Joseph Giordono-Scholz, hat der Deutschen Nachrichtenagentur (dpa) gerade bestätigt, dass sein Stellvertreterin Robin Quinville vorübergehend das Amt übernommen hat.

Grenell kann Donald Trumps Wahlkampfteam beitreten

Richard Grenell trat als Exekutivsekretär des Geheimdienstes der Vereinigten Staaten zurück, nachdem er letzte Woche John Ratcliffe im Senat bestätigt hatte. Trump belohnte ihn im Februar mit diesem treuen Kabinettsposten.

Was Grenell in Zukunft tun wird, ist derzeit nicht bekannt. Es wird spekuliert, dass er dem Kampagnenteam von Donald Trump beitreten könnte. Wenn er wiedergewählt wird, wird er entsprechend belohnt. Er gilt Trump als sehr loyal und ist stolz auf seine gute Beziehung zum Präsidenten der Vereinigten Staaten.

Als Botschafter ist er eher ein Gouverneur als ein Diplomat

Als Botschafter in Deutschland sah Grenell, dass seine Mission hauptsächlich darin bestand, Donald Trumps amerikanische zentristische Politik in Deutschland und Europa aktiv zu vertreten. So warnte er kurz nach seiner Ernennung zum Botschafter im Mai 2018 deutsche Unternehmen, nicht mit dem Iran zusammenzuarbeiten.

Dieses Verhalten führte auch zu wiederholten Diskussionen in der Queer-Community in Berlin. Dies liegt auch daran, dass er trotz seiner strengen Ansichten als Botschafter viele Male versuchte, sich als LGBTI-Aktivist zu profilieren. Zum Beispiel hat er bei einer Demonstration in der US-Botschaft eine Regenbogenfahne aufgehängt.

Grenells LGBTI-Programm erwies sich als Werbung und Feigenblatt

Im Februar 2019 kündigte er außerdem eine Initiative der US-Regierung zur weltweiten Kriminalisierung von Homosexualität an. Die Ankündigung war jedoch tatsächlich eine Luftnummer: Trump schien nicht über den Plan informiert zu sein, und einige öffentliche Erklärungen richteten sich hauptsächlich gegen den Iran - während Grenell seine Aufmerksamkeit sorgfältig von Russland oder Saudi-Arabien abwandte.

Sehr enge Verbindung mit Jens Spahn

Innerhalb der Bundesregierung steht er dem öffentlich schwulen und konservativen Gesundheitsminister Jens Spahn besonders nahe. Seine Beziehungen zur Bundeskanzlei und zum Außenministerium sind jedoch nicht sehr eng.

Die Opposition stellte sogar gelegentlich Anfragen wegen seiner Aggressivität und teilweisen Einmischung in die inneren Angelegenheiten Deutschlands und erklärte ihn damit zu einem "schädlichen Element", so dass es möglich ist, ihn auszuweisen.



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