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Ukraine: Unmut über KyivPride-Aktion #MomWillUnderstandAndSupport

#MomWillUnderstandAndSupport – 🏳️‍🌈 – Zur Feier der Kiewer Pride Week ‚hissten‘ die Organisator*innen der KyivPride eine Regenbogenfahne an der Mutter-Heimat-Statue.

In dem Video, das am Sonntag auf der Facebook-Seite von KyivPride veröffentlicht wurde, ist zu sehen, wie eine Drohne mit einer Regenbogenfahne so nah an der Mutter-Heimat-Statue in Kiew vorüberfliegt, sodass es so aussieht, als würde die Statue nicht ihr Schwert in der Hand halten, sondern eine Regenbogenfahne hissen. In der Erklärung schrieben die Veranstalter:

#MomWillUnderstandAndSupport

Das Mutterland steht für Gleichheit für alle! Die große LGBT-Fahne weht heute in ganz Kiew. 

Veranstalter kündigte „Gay Propaganda“ an

Die LGBTIQ*-Bewegung in der Ukraine hat mit massiven Anfeindungen durch ultrarechte und orthodoxe Gruppierungen zu kämpfen – die Pride im vergangenen Jahr war von gewaltsamen Übergriffen im Vorfeld überschattet.

Das ultrarechte Lager um die radikal nationalistische Partei Allukrainische Vereinigung „Swoboda“ fordert schon länger ein generelles Verbot von LGBTIQ*-Veranstaltungen, denn diese würden „eine Bedrohung für die Institution der Familie darstellen und Elemente sexueller oder erotischer Natur beinhalten“. Außerdem wird von Teilen der gesellschaft versucht, die Verbreitung jedweder Information zu Homosexualität zu kriminalisieren – ganz nach russischem Vorbild. Immer dann, wenn Queers ihre Rechte einfordern, ertönt von rechts der Vorwurf, sie seien Propagandisten. Um diese Taktik satirisch auf‘s Korn zu nehmen, kündigten die Veranstalter*innen der KyivPride ihre „Gay Propaganda“-Aktion bereits im Vorfeld an:

Vergiss nicht, an diesem Tag deinen Blick nach oben zu richten!
Wir werden euch an den unvorhersehbarsten Orten mit Propaganda erfreuen. 🏳️‍🌈

Aktion stiftet Unmut in der Bevölkerung

Die Mutter-Heimat-Statue – eine Frauenskulptur in der ukrainischen Hauptstadt Kiew, die mit Schwert und Schild symbolisch ihre Heimat beschützt – ist mit 102 Metern Höhe und einem Gewicht von 500 Tonnen die vierthöchste Statue der Welt. Errichtet wurde sie zum Gedenken an den Sieg der sowjetischen Streitkräfte im Zweiten Weltkrieg.

Während hierzulande darüber diskutiert wurde, ob das Video denn nun echt sei oder lediglich Fake, empörte sich die Internet-Gemeinde in der Ukraine über die vermeintliche Verunglimpfung der Gefallenen des Zweiten Weltkriegs. Auf dem Facebook-Profil von Dronarium Ukraine (jene Firma, die die Drohne steuerte) schrieb ein Facebook-User: „Das ist eine Schande, ich hoffe, dass Ihre Erinnerung so respektlos behandelt wird, wie Sie über die tragische Geschichte Ihres Landes denken.“ 

Auch Politiker meldeten sich mittlerweile zu Wort. Oleg Voloshin, Abgeordneter der Oppositionspartei Plattform-For-Life, verurteilte die Aktion unter dem Hashtag MomWillUnderstandAndSupport scharf. „Mir fehlen die Worte. Es geschah am Vorabend des 22. Juni [dem Gedenktag für die ukrainischen Opfer im Zweiten Weltkrieg]!“, schrieb er auf seiner Facebook-Seite. „Das Symbol des Mutterlandes, das Millionen von Söhnen und Töchtern verloren hat, in das Bild einer unglücklichen Frau umzuwandeln, von der abweichende Kinder erwarten, dass sie sie unterstützt, ist keine bloße Gotteslästerung – das ist Idiotie.“ 

Die queeren Aktivist*innen nahmen die Vorwürfe gelassen. Sie reagierten mit der Verlinkung eines Berichts in The Village, wonach die Ukrainer den Ergebnissen einer Studie des Kyiv International Institute of Sociology (KIIS) zufolge in Bezug auf die UdSSR weniger nostalgisch geworden sind. Im Post heißt es:

Wir sind kein Allheilmittel gegen schmerzhafte Nostalgie, aber definitiv nützliche Vitamine.


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