© Sebastian Baryli/Flickr - CC BY 2.0

Berichte

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Uhrendiebe vor Gericht: Haben nach schwulem Sex gesucht

Die Angeklagten sollen in Nobel-Fitnesscentern die Spinde aufgebrochen haben.

In Wien mussten sich am Montag drei Rumänen vor dem Landesgericht verantworten: Sie sollen in einigen Nobel-Fitnesscentern Uhren im Wert von 150.000 Euro gestohlen haben. Die Männer bestritten die Taten – sie wollen nur in den Umkleidekabinen gewesen sein, um Männer kennenzulernen, berichtet die Tageszeitung Heute.

Mit einer Tageskarte ging ins Fitness-Studio – und mit Luxus-Uhren wieder raus, sagt die Staatsanwältin

Zwischen Juli 2017 und Mai 2019 war das Trio in den Fitnesscentern in Wien, Linz und Graz zu Gange. Staatsanwältin Ursula Schrall-Kropiunig ist sich sicher: „Die Angeklagten reisten wiederholt nach Österreich, um hier Einbruchsdiebstähle zu begehen, wobei sie sich auf die Wegnahme teurer Uhren durch das Aufbrechen von Spinden in exklusiven Fitnessstudios spezialisierten“.

Für ihre Taten sollen Cristian B., sein Bruder Toni B. und Madalin-Claudiu U. der Anklage zufolge jeweils eine Tageskarte gelöst und dann ein passendes Opfer gesucht haben. Anschließend dollen sie in der Umkleidekabine auf den Mann gewartet haben, bis dieser seine Uhr im Spind verstaut hatte und duschen ging. Daraufhin sollen sie den Spind aufgebrochen haben. Insgesamt soll sich die Schadenssumme der 13 Einbruchsdiebstähle auf 150.000 Euro belaufen, darunter zahlreiche Nobeluhren von Rolex und Hublot.

Zwei Angeklagte sagten, sie wollten nur Männer für Sex kennenlernen

Die Männer selbst bestreiten die Vorwürfe. Cristian B. und Toni B. erklärten, sie seien in den Fitnesscentern gewesen, um in den Umkleidekabinen und Saunen der Studios Männer betrachten und kennenlernen zu können. Der eine Bruder sagte, er sei schwul und wollte in den exklusiven Clubs Männer kennenlernen. Sein Bruder sagte beim ersten Prozesstermin im Dezember, er wollte in Österreich seine Bisexualität ausleben, von der seine Lebensgefährtin daheim in Rumänien nichts wissen durfte.

Das hält die Staatsanwältin für „wenig plausibel, zumal es für das von den Angeklagten angeblich verfolgte Ziel geeignetere Etablissements gibt“. Und Richter Stefan Erdel fügte beim ersten Prozesstermin hinzu: „Es ist halt saublöd, wenn in derselben Zeit immer Uhren gestohlen werden“: Der dritte Angeklagte will nur zum Relaxen im Gym gewesen sein. 

Wie Bilder aus den Überwachungskameras zeigten, hielten sich die Angeklagten dabei immer nur eine Stunde in den Fitnessstudios auf – dafür aber öfter: Im Mai 2019 besuchten sie in Wien an einem Tag gleich drei Filialen einer Nobel-Kette. Einer der Angeklagte begründete das damit, dass er im ersten Studio keinen Sex-Partner fand.

Einer der Männer ist bereits einschlägig vorbestraft

DNA-Beweise für die ihnen vorgeworfenen Taten gibt es nicht, auch die Beute konnte nicht bei ihnen gefunden werden. Für die drei Rumänen gilt die Unschuldsvermutung. Die Verteidiger wiesen darauf hin, dass die Tat auf eine Bande hinweise, die erst kürzlich in Wien verurteilt wurde – und mit der die nun Angeklagten auf Facebook befreundet waren, wie der Richter einwarf. 

Die Männer wurden im Sommer in Rumänien festgenommen und letzten Oktober nach Wien ausgeliefert. Einer der Brüder ist bereits einschlägig vorbestraft, die beiden anderen werden scheinbar wegen eines ähnlichen Deliktes von den spanischen Behörden gesucht. Bei einem Schuldspruch drohen ihnen in Österreich bis zu drei Jahren Haft.

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