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23 May 2020 Berichte

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Trauer um Markus Klaer

Der Landesvorstand des Lesben- und Schwulenverbands, Berliner CDU-Abgeordnete und ehemalige LSU-Landeschef ist am Donnerstag überraschend gestorben. Er wurde nur 51 Jahre alt.

Berlin hat einen wichtigen Vorkämpfer für LGBTI-Rechte verloren. Der schwule Berliner CDU-Abgeordnete Markus Klaer ist am Donnerstag "völlig überraschend gestorben", teilte CDU-Fraktionschef Burkard Dregger am Freitag mit. "Ich bin tief erschüttert und ringe um die richtigen Worte." Klaer wurde nur 51 Jahre alt. Zur Todesursache wurde bislang nichts bekannt.

Markus Klaer wuchs im ostwestfälischen, katholisch geprägten Geseke auf. Er studierte Vermessungswesen an der Bundeswehrhochschule in München und arbeitete anschließend bei der Bundeswehr in Schwerin. 1998 zog er nach Berlin und arbeitete seit 2000 als Geschäftsführer des Verbands für Landentwicklung und Flurneuordnung Brandenburg.

Schon früh für LGBTI-Rechte engagiert 

Schon früh engagierte sich Klaer für LGBTI-Rechte. So gründete er während seiner Zeit beim Militär den Arbeitskreis "Schwule Soldaten in der Bundeswehr". In der Hauptstadt war er u.a. im Berliner CSD e.V. aktiv. Von Februar 2015 bis März 2019 war Klaer Landesvorsitzender der Lesben und Schwulen in der Union (LSU). Seit einem Jahr gehörte er dem Vorstand des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Berlin-Brandenburg an. Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses war er von 2011 bis zunächst 2016 und dann wieder seit August vergangenen Jahres. 

"In seine Amtszeit fiel die organisatorische Gründung der LSU-Kreisverbände in Berlin und die Verankerung der schwul-lesbischen-bisexuellen-transsexuellen Themen im Abgeordnetenhaus", würdigte ihn die LSU Berlin auf Facebook. "Er war ein großer Kämpfer für die Anerkennung der LSU als eigenständige Vereinigung der Bundes-CDU. Wir werden Markus für seinen unermüdlichen Einsatz und Tatkraft sehr vermissen. Ein besonderes Anliegen war Markus der Einsatz für die Öffnung der Ehe und die Akzeptanz für alternative Lebensentwürfe."

Mit großer Betroffenheit haben wir vom Tod unseres ehemaligen Landesvorsitzenden Markus Klaer erfahren. Markus Klaer war von 2015 bis 2019 Landesvorsitzender der LSU Berlin sowie von 2017 bis 2019 Mitglied im Kreisvorstand der LSU Tempelhof-Schöneberg. In seine Amtszeit fiel die organisatorische Gründung der LSU-Kreisverbände in Berlin und die Verankerung der schwul-lesbischen-bisexuellen-transsexuellen Themen im Abgeordnetenhaus, in dem er von 2011-2016 saß und wieder seit 2019 angehörte. Er war ein großer Kämpfer für die Anerkennung der LSU als eigenständige Vereinigung der Bundes-CDU. Wir werden Markus für seinen unermüdlichen Einsatz und Tatkraft sehr vermissen. Ein besonderes Anliegen war Markus der Einsatz für die Öffnung der Ehe und die Akzeptanz für alternative Lebensentwürfe. Zusammen mit Markus konnten wir 2017 die Entscheidung des Deutschen Bundestages zur Öffnung der Ehe feiern. Wir sind sehr dankbar für die vielen Momente, die wir gemeinsam verbringen konnten. Er wird eine große Lücke hinterlassen. Wir wünschen der Familie und den Freunden viel Kraft.  
In stiller Erinnerung die LSU Berlin.

Der CDU-Landesvorsitzende Kai Wegner würdigte Markus Klaer auf Facebook mit den Worten: "Er war viele Jahre über Parteigrenzen hinweg ein angesehener Parlamentarier im Abgeordnetenhaus und er hat sich als Landesvorsitzender der Berliner Lesben und Schwule Union unermüdlich dafür eingesetzt, dass Homosexuelle in der Union ihre politische Heimat haben und sich ganz selbstverständlich bei uns engagieren."

Mit großer Bestürzung habe ich vom Tod von Markus Klaer erfahren, der völlig überraschend und mit nur 51 Jahren viel zu früh von uns gegangen ist. Markus Klaer hat sich für die Berliner CDU mit Herz und Seele engagiert und Wesentliches geleistet. Er war ein hochengagiertes Mitglied im Kreisvorstand der CDU Tempelhof-Schöneberg, er war viele Jahre über Parteigrenzen hinweg ein angesehener Parlamentarier im Abgeordnetenhaus und er hat sich als Landesvorsitzender der LSU Berlin unermüdlich dafür eingesetzt, dass Homosexuelle in der Union ihre politische Heimat haben und sich ganz selbstverständlich bei uns engagieren.

Auf dem letzten Bundesparteitag hat die CDU Berlin den Antrag eingebracht, dass die LSU endlich als Vereinigung anerkannt wird. Dieser längst fällige Schritt ist auch ein politisches Vermächtnis von Markus Klaer. 

Meine Gedanken sind in dieser schweren Stunde bei seiner Familie und seinen vielen Freunden. Ihnen allen drücke ich mein tiefempfundenes Beileid aus.


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