© Instagram / raymixmusic

Coming-Out

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Mexikanischer Popstar Raymix outet sich als schwul

Einer der beliebtesten Künstler Mexikos will nicht länger über seine Homosexualität schweigen, obwohl ihm in der Musikindustrie vom Coming-out abgeraten worden sei.

Sänger und DJ Raymix ("Oye Mujer") hat sich in sozialen Netzwerken als schwul geoutet. Auf Youtube veröffentlichte der 29-Jährige (bürgerlicher Name: Edmundo Gómez Moreno) am Freitag ein Video, in dem er erstmals über seine sexuelle Orientierung spricht. Am Wochenende ergänzte er in einem Instagram-Eintrag neben dem Bild einer regenbogenfarbenen Hand: "So viele Träume passen nicht zum Versteckspiel." Er teile dem Universum daher offiziell mit: "Soy Edmundo y soy gay" (Ich bin Edmundo und ich bin schwul).



In dem Video erklärte Raymix, dass ihn die Corona-Krise und die weltweiten Antirassismus-Demonstrationen um die amerikanische "Black Lives Matter"-Bewegung zum Nachdenken gebracht hätten. Daher wolle er nun seine sexuelle Orientierung nicht länger geheim halten.

Im Vorfeld habe es aber wegen seines Berufs Widerstand gegeben: "Könnt ihr verstehen, dass es im Jahr 2020 noch immer Leute in der Musikindustrie gibt, die mir davon abgeraten haben, dieses Video zu veröffentlichen?", erklärte Raymix. "Ich sollte meinen Mund halten und vorgeben, eine andere Person zu sein, weil ich sonst keinen Erfolg haben würde." Ihm sei gesagt worden, dass sich sein regionaler mexikanischer Musikstil nicht mit einem offen schwulen Leben vertrage. "Aber es gibt so viel Pride heutzutage, daher will ich euch sagen, dass ich schwul bin. Und wenn ihr mich fragt, was sich nach dieser Mitteilung ändert – die Antwort lautet: nichts."


Erfolgreichster Song mehr als eine halbe Milliarde Mal abgerufen

Raymix hat in den vergangenen Jahren viele musikalische Erfolge gefeiert. Sein populärster Song ist "Oye Mujer" aus dem Jahr 2015. Das Video zum Lied wurde allein auf Youtube 635 Millionen Mal aufgerufen und hat mehr als 1,6 Millionen Likes. Sein Hit "Primer Beso" bringt es auf immerhin rund 98 Millionen Views (zum Vergleich: Helene Fischers offizielles Video zum Megahit "Atemlos durch die Nacht" schaffte auf Youtube "nur" 69 Millionen Klicks).





Mexiko gilt als relativ LGBTI-freundlich. Homosexualität ist seit 1871 legal, 2009 hat Mexiko-Stadt als erste Region des rund 130 Millionen Einwohner zählenden Landes die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet. Trotz des erbitterten Widerstandes der katholischen Kirche, die gleichgeschlechtliche Eheschließungen für schlimmer als den Drogenhandel hält, dürfen gleichgeschlechtliche Paare mittlerweile in 19 der 31 Bundesstaaten heiraten. Außerdem werden gleichgeschlechtliche Eheschließungen bundesweit anerkannt. Obwohl eine Mehrheit der Bevölkerung laut Umfragen die Gleichbehandlung von Homosexuellen befürwortet, ist Homophobie im Land nach wie vor stark verbreitet. Dies äußert sich unter anderem an andauernden homophoben Sprechchören im Fußballstadion, gegen die der mexikanische Verband aber inzwischen vorgeht. (dk)

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