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Münchner Stadtrat unterstützt mit großer Mehrheit Gay-Games-Bewerbung

Bis zu 12.000 Teilnehmer aus 30 Ländern könnten in die bayrische Landeshauptstadt kommen

Mit überwältigender Mehrheit hat der Münchner Stadtrat am Mittwoch beschlossen, die Bewerbung der Stadt für Gay Games 2026 zu unterstützen. Dieses deutliche Votum soll helfen, gegen die große Konkurrenz zu bestehen.

Nur die AfD war gegen die Förderung 

Fast alle Parteien des Münchner Stadtrates haben sich in der letzten Sitzung vor der Sommerpause für die Unterstützung ausgesprochen. Damit verbunden ist eine Förderung der Bewerbung in der Höhe von 50.000 Euro. Nur die rechtsnationale AfD war gegen die Förderung – weil Sexualität ihrer Meinung nach ins Schlafzimmer gehöre.

Sollte München letzendlich den Zuschlag bekommen, werden bis zu 12.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus 30 Ländern erwartet. Für die 30 Sportarten, die angeboten werden würden, würden die in München vorhandenen Olympia-Sportstätten genutzt werden. Der Zuschlag für die „Gay Games“ 2026 erfolgt Ende 2021, Anfang des nächsten Jahres werden die drei besten Bewerbungen bekanntgegeben. 

Sportbewerbe, die Spaß machen sollen, und ein umfassendes Rahmenprogramm 

Neben klassischen Sportarten gäbe es auch Wettbewerbe in E-Sports, Pool-Billard, Martial Arts, Freiwasser-Schwimmen oder Cheerleading. „Wir wollen sportliche Wettkämpfe auf Spitzenniveau bieten. Gleichzeitig soll das Event Spaß machen“, erklärte Gay-Games-Mitorganisator Dirk Neitzke, der das Sportprogramm verantwortet.

Verpflichtend ist bei den „Gay Games“ auch ein kulturelles Rahmenprogramm. Hier hat München als Referenz das europäische LGBTI-Chorfestival „Various Voices“ zu bieten, das 2018 an der Isar stattgefunden hat. Um diese Stärke auch besser ausspielen zu können, ist „Various Voices“-Organisatorin Martina Kohlhuber im Bewerbungsteam für das Kulturprogramm zuständig. „Die Eröffnungsfeier soll das Highlight werden, unsere Visitenkarte“, verrät sie. 

Zusätzlich sei auch „ein buntes Potpourri an Kulturangeboten“ geplant und ein breites Rahmenprogramm, zu dem etwa auch ein Chor- und Musikfestival gehören, ein Village in der Innenstadt nach Wiener Vorbild und eine Human-Rights-Konferenz. Weitere Vorteile, mit denen München bei seiner Bewerbung gegenüber anderen Bewerbern punkten will, sind ein Nachhaltigkeitskonzept und die Partnerschaft mit der Ukraine durch das Projekt „Munich Kyiv Queer“. 

Die überwältigende Unterstützung ist ein wichtiges Zeichen in einem dichten Bewerberfeld 

Das große Vertrauen der Münchner Stadtpolitik soll den Organisatoren nun Rückenwind bei der Bewerbung geben – denn das Konkurrentenfeld kann sich sehen lassen. Insgesamt bewerben sich 20 Städte auf allen Kontinenten um die Gay Games 2026.

Neben München sind das auch Brisbane in Australien, Auckland in Neuseeland die brasilianische Metropole Sao Paulo, Toronto in Kanada, die irische Hauptstadt Dublin sowie ihre Gegenstücke in den Niederlanden und in Portugal, Amsterdam und Lissabon. Weitere Bewerber sind Guadalajara in Mexiko, aus Südafrika kommen mit Surban und Kapstadt gleich zwei Städte 

Auch englische Liverpool, das spanische Valencia und Taipei, die Hauptstadt Taiwans, würden gerne die Gay Games 2026 ausrichten. Gleich sechs Bewerber kommen aus den USA: Austin in Texas, Fort Lauderdale in Florida, Minneapolis, New Orleans, San Diego in Kalifornien und Seattle. 

Die „Gay Games“ gibt es seit 1982, sie finden alle vier Jahre statt. Teilnehmen können alle Interessierte, unabhängig ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität. Das erste Mal wurden die Gay Games in San Francisco ausgetragen. Zuletzt fanden sie 2018 in Paris statt, 2022 soll Hongkong als erste asiatische Metropole Austragungsort werden.

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