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04 May 2020 Berichte

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JAPAN: Firmen stellen Partnerschaftsdokumente für LGBTI+ Paare aus

In Japan gibt es weder ein Partnerschaftsgesetz noch die Ehe für alle - als einziges Land der G7. Verschiedenste japanische Firmen haben nun aber begonnen, Lösungen zu suchen um LGBTI+ Paare nach ihren eigenen Möglichkeiten zu unterstützen: Sie stellen Partnerschaftsdokumente für gleichgeschlechtliche Paare aus.

Hinter den jüngsten Anstrengungen zur Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Paaren steckt die Nichtregierungsorganisation Famiee Project. Da Japan der einzige Staat der G7, der sieben grössten Industrienationen der Welt, ist, welcher LGBTI+ Paaren weder ein Partnerschaftsgesetz noch die Ehe anbietet, haben sie einen Leitfaden ausgearbeitet, um Firmen dabei zu unterstützen, gleichgeschlechtliche Paare zu anerkennen.

Bereits haben sich zwanzig Firmen gemeldet, welche nach diesen Richtlinien ab dem kommenden Juli sogenannte Partnerschaftsdokumente für gleichgeschlechtliche Paare ausstellen. Damit soll die Zeit überbrückt werden, bis auch Japan endlich LGBTI+ Paare politisch und rechtlich anerkennt. Doch das Famiee Project will nicht nur Firmen gewinnen, welche ihre Angestellten damit unterstützen, sondern, in einem zweiten Schritt sollen auch Banken, Versicherungen, Spitäler und andere Institutionen dazu kommen, welche diese Zertifikate dann auch tatsächlich im Alltag akzeptieren. 

Ein solches Zertifikat zu erhalten, ist relativ einfach und geschieht über die Famiee App: Dort müssen sich beide Partner registrieren und mittels einem offiziellen Dokument belegen, dass sie ledig sind. Danach können sie ihre Partnerschaft eintragen. Laut Famiee-Gründer Koki Uchiyama, will man so gleichgeschlechtliche Paare über den privaten Sektor schützen. 

Viele Firmen zeigen sich bereits offen für das Famiee Project, und es hilft auch die aktuelle Patt Situation in der Politik zu überbrücken. Durch die konservative Haltung in der nationalen Politik dürfte es wohl noch länger dauern, bis ein Partnerschaftsgesetz respektive die Ehe für alle in ganz Japan eingeführt werden dürfte - obwohl der Zuspruch in der Bevölkerung stark wächst. 

Dies haben auch bereits etliche Komunen festgestellt, und so stellen bereits heute mehr als 50 Städte ebenfalls Partnerschaftszertifikate aus. Diese sind rechtlich nicht bindend, aber regeln trotzdem etwa das Besuchsrecht in Spitälern oder das Zusammenleben in einem gemeinsamen Haushalt. Das Famiee Project zielt in die selbe Richtung, geht aber über die Wirtschaft und will damit noch mehr LGBTI+ Paaren die Möglichkeit für ein solches Zertifikat geben, ohne dass sie dabei zwingend in einer der über 50 Städte oder Stadtvierteln leben müssen.

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