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Cate Blanchett spielt prominente Homo-Hasserin mit schwulem Sohn

Eine außergewöhnliche Miniserie kommt im September nach Deutschland: Fox zeigt alle neun Folgen von "Mrs. America", einer aufregenden Zeitreise in die Siebzigerjahre mit Star-Besetzung.

Die neunteilige Miniserie "Mrs. America" über die einflussreiche Antifeministin und Homo-Hasserin Phyllis Schlafly wird ab dem 1. September immer dienstags um 21 Uhr im Pay-TV-Sender Fox gezeigt (in deutscher Synchronfassung oder Originalfassung). Die Serie spielt in den Siebzigerjahren und stellt die Ereignisse um die US-Frauenbewegung in den Siebzigerjahren dar. Alle Folgen sind im Anschluss auch über Sky Go, Sky On Demand, Sky Ticket, in der Megathek auf MagentaTV sowie Vodafone Select und GigaTV verfügbar.

Schlafly wird von der aus Australien stammenden zweifachen Oscarpreisträgerin Cate Blanchett ("Carol") dargestellt, die für ihre Leistung bei der Erstausstrahlung im US-Streamingportal Hulu hoch gelobt wurde. Die echte Schlafly war 2016 im Alter von 92 Jahren verstorben.


 

"Eine der schlimmsten Homo-Hasserinnen aller Zeiten"
Schlafly war eine erzkonservative Aktivistin und laut dem LGBTI-Magazin "The Advocate" auch "eine der schlimmsten Homo-Hasserinnen aller Zeiten". Die Miniserie handelt von ihrem Kampf gegen einen Verfassungszusatz zur Gleichbehandlung von Frauen ("Equal Rights Amendment", ERA), der Anfang der Siebzigerjahre von Republikanern und Demokraten beschlossen wurde. Mit ihrer Lobbyarbeit stoppte sie die Verabschiedung in den Bundesstaaten – nur 35 von 50 ratifizierten die Verfassungsänderung, nötig gewesen wären aber 38. Ihre Ablehnung begründete sie unter anderem damit, dass die Verfassungsergänzung die Gefahr berge, dass die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet werde. Noch heute ist die Gleichberechtigung von Mann und Frau in den USA kein Bestandteil der Verfassung.


Schlalfy hatte einen schwulen Sohn namens John, der in der TV-Produktion von Ben Rosenfield ("Boardwalk Empire") gespielt wird. John unterstützte im echten Leben seine Mutter auch nach seinem Coming-out 1992 bis zu ihrem Tod – der Anwalt arbeitet noch heute für ihre erzkonservative Lobbygruppe. In der Serie wird auch seine Homosexualität angesprochen – Schlafly weiß darüber Bescheid und fordert ihren Sohn in einem liebenswürdigen Ton auf, vorsichtiger zu sein. Sie empfahl ihm, ein Beispiel an sich zu nehmen – sie habe als ehemalige Raucherin schließlich seit ihrer Hochzeit durch "Willenskraft" keine Zigarette mehr angerührt.

Auch Homophobie in der Frauenbewegung ein Thema
Neben Schlafly werden in der Serie auch die in den Siebzigern prominenten US-Aktivistinnen für Frauenrechte unter Führung von Gloria Steinem (Rose Byrne) gezeigt. Die heute 86-jährige Steinem ist im Rahmen der MeToo-Bewegung noch immer für ihre Sache aktiv.

Auch die Lesbenbewegung sowie die Homophobie innerhalb der Frauenbewegung ist ein Thema bei "Mrs. America". So spielt Feministin Betty Friedan in der Serie eine große Rolle, deren Buch "Der Weiblichkeitswahn" zu den feministischen Standardwerken gehört. Sie war aber auch für ihre Abneigung gegenüber Homosexuellen bekannt, weswegen sie jahrelang Lesben-Fragen aus der Frauenbewegung fernzuhalten versuchte. Die 2006 verstorbene Feministin wird dargestellt von der britischen Komikerin und Satirikerin Tracey Ullman, auf deren US-Sketchsendung "Tracey Ullman Show" die Zeichentrickserie "Die Simpsons" zurückgeht. Ullmanns Darstellung von Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer BBC-Sketchshow hat inzwischen Kultcharakter.

 

Auch weitere Rollen sind mit herausragenden Schauspieler*innen besetzt: Elizabeth Banks ("Die Tribute von Panem") spielt Jill Ruckelshaus, die für Jimmy Carters Weißes Haus als Frauenbeauftragte gearbeitet hatte. Uzo Aduba (Crazy Eyes aus "Orange is the New Black") stellt Shirley Chisholm dar, die erste weibliche Präsidentschaftskandidatin der Demokraten bei den parteiinternen Vorwahlen. John Slattery ("Mad Men") spielt Phyllis Schlaflys Ehemann. Charakterdarstellerin Margo Martindale ("The Americans", "Sneaky Pete") ist als Feministin Bella Abzug zu sehen. Mit dabei ist auch die lesbische Schauspielerin Sarah Paulson ("American Horror Story", "American Crime Story"), die eine fiktive Anhängerin von Phylis darstellt. (dk)

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