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14 Mar 2020 Sex und Fetische

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BDSM für Anfänger

Als Anfänger gibt es in der BDSM Szene vieles zu beachten. Mit unserem Gay BDSM Guide möchten wir dir den Einstieg erleichtern. Was bedeutet BDSM? Welche Regeln gibt es? Welche Sexspielzeuge sind besonders empfehlenswert? Hier erfährst du es.

Was bedeutet eigentlich BDSM?

Als Abkürzung steht BDSM für “Bondage and Discipline, Dominance and Submission, Sadism and Masochism.” Zu Deutsch heißt das so viel, wie: “Fesselungen und Disziplinierung, Dominanz und Unterwerfung, Sadismus und Masochismus”. Von softem Spaß mit leichter Popo-Haue bis hin zu extremen Hardcore-Sexspielen mit Fesseln, Knebeln und Bestrafungen ist alles drin. Als Einsteiger sollte man(n) in jedem Fall nichts überstürzen, sondern sich Schritt für Schritt behutsam an die neuen Welten und Möglichkeiten des BDSM herantasten.

Drei BDSM-Regeln:

Die folgenden drei Regeln sind bei allen schwulen BDSM Spielarten obligatorisch:

Erstens: BDSM Spiele sind sexuelle Machtspiele. Das heißt, es gibt immer einen aktiven Part, der die Macht besitzt und einen passiven Part, der sich dem Aktiven unterwirft. 

Zweitens: Alle Spiele müssen in gegenseitigem Einvernehmen, also vollkommen freiwillig, stattfinden.

Drittens: Es empfiehlt sich außerdem, ein Safeword zu vereinbaren, um das Spiel im Falle des Falls sofort abbrechen zu können. Vor allem in härteren BDSM-Spielen ist ein Safeword für den Sub geradezu unverzichtbar und oftmals die einzige Chance, den Abbruch herbeizuführen.

SadoMaso

In schwulen Beziehungen sind vor allem SM-Praktiken sehr beliebt und werden oftmals im Rahmen einer Session gespielt - also in einem fest verabredeten Rahmen mit einer klar definierten Spielzeit. Erstreckt sich eine Gay BDSM-Beziehung jedoch über den gesamten Alltag eines Menschen, wird diese auch als 24/7 bezeichnet.

Welche Gay BDSM Spielarten gibt es? 

Die wohl mit Abstand bekannteste BDSM-Spielart kennen wir alle aus dem Film „Fifty Shades of Grey“. Der Sub lässt sich mit Handschellen, Seidenschals und Seilen fesseln und liefert sich seinem Dominus (Christian Grey) komplett aus. Während der dominante Part die Kontrolle komplett übernimmt und seinem Partner ein Wechselbad aus Lust und Qual bereitet, empfindet der Sub seine gefesselte Position oft als pure Freiheit.

Kreative Fesselspiele 

Eine weitere, recht große Gruppe des BDSM umfasst das sogenannte „Bondage“. Hier geht es verstärkt um eine kunstvolle, kreative Fesselung. Ein Beispiel ist das Shibari, eine alte japanische Zeremonie für die ausreichend Seil und eine gute Ausbildung benötigst. Im Ernstfall müssen sich die Knoten nämlich schnell wieder lösen lassen. Für BDSM-Anfänger eine wirklich anspruchsvolle und nicht zu unterschätzende Fesselkunst.

Sexspielzeuge für schwule Männer 

Sehr viel einfacher beim BDSM für Anfänger ist hingegen die Benutzung von Sexspielzeugen. Ist der Sub zu laut, ist ein Mundknebel die beste Möglichkeit, ihn zum Verstummen zu bringen. Je nach Material und Gestaltung ist ein Mundknebel eine zusätzliche Demütigung, etwa in Form einer Beißstange. Sehr beliebt und effektiv ist außerdem ein Ballknebel, den es aus Plastik, Leder und in verschiedenen Farben gibt. Ein weiterer Klassiker für Gays ist der Harness, eine Art Hemd aus Lederriemen, der sich perfekt als Anker für weitere Fesselungen eignet.

Schmerzen, die Lust bereiten 

Masochismus, also die sexuelle Lust an Schmerzen, ist in der BDSM-Szene nicht selten. Die Züchtigung selbst geschieht meist durch ein spezielles Schlaginstrument, z.B. durch eine Riemenpeitsche, die aus einem Griff mit mehreren Schnüren besteht. Sie erlaubt den Doms nicht nur feste und gezielte Hiebe, sondern ebenso ein sanftes Streicheln der Haut. Daneben eignet sich ein weiteres Schlagspielzeug, das sogenannte Paddle, wegen seiner breiten Oberfläche besonders dafür, um den Hintern zu versohlen und ihm eine gesunde Farbe zu verleihen.

Keusch leben 

Keuschhaltungs-Utensilien sind in der BDSM Szene vergleichsweise neu. Schwulen Männern wird es damit verboten, sich selbst zu befriedigen oder überhaupt zum Höhepunkt zu kommen. Das Ziel ist ein besonders intensiver Orgasmus nach Stunden oder Tagen der „Haft” im Keuschhaltungskäfig oder Keuschhaltungsgürtel. Manche Nutzer berichten sogar von mehreren Wochen oder Monaten, die sie „abstinent“ und keusch gelebt hätten.

Gay BDSM - Eine Leidenschaft mit langer Geschichte 

Nicht zuletzt durch den Welterfolg von Fifty Shades of Grey - BDSM ist in aller Munde. Doch wer annimmt, bei der BDSM Bewegung handle es sich um eine Erfindung der Neuzeit, der irrt. Es gibt unzählige bildliche Überlieferungen von jahrtausendealten „SM-Sessions“ und auch im Mittelalter scheint diese Spielart viele Anhänger gehabt zu haben, auch wenn die Bestrafungen nicht immer einvernehmlich stattfanden.

Übrigens: Das Wort „Sadismus“ geht auf den französischen Schriftsteller Marquis de Sade zurück, der mit seinen explizit-erotischen Büchern wie „Die 120 Tage von Sodom“ und „Juliettte“ im 18. Jahrhundert für viel Aufsehen sorgte. Er legte mehr oder weniger den Grundstein dafür, dass die sexuelle Spielart des SM in der Moderne zum Massenphänomen werden konnte. Mittlerweile ergeben Studien, dass mindestens ein Viertel der Bevölkerung eine besondere sexuelle Vorliebe besitzt. 

Die wichtigesten BDSM-Begriffe im Überblick: 

Bondage: Einschränkung der (Bewegungs-)Freiheit

Halsband: häufiges Erkennungszeichen von Subs

LLL: Lack, Leder und Latex (entsprechende Kleidung ist häufig im BDSM-Bereich zu finden)

Petplay: Subs schlüpfen in die Rolle eines Tieres (Hund, Katze, Pferd…)

Safeword: ein Codewort, bei dem das Spiel sofort abgebrochen wird (zum Beispiel Panik, Gnade)

Spanking: Flagellation (Auspeitschung, sexuelles Bestrafen mit Peitsche und Co.)

Sub, Bottom: passiver Partner (Sklave, Sklavin)

Switcher: eine Person, die beide Seiten mag (Sub und Dom)

Top, Dom: aktiver Partner (Domina, Dominus)

Vanilla: Person ohne BDSM-Bezug


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