Sex macht Spaß :) - MenConnect

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12 Oct 2019 Ratgeber

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Sex macht Spaß :)

Sex macht Spaß. Sex ist gesund. Sex verbindet. Sex gehört zum Leben. Sex birgt aber auch Risiken. Darum ist es wichtig, dass du dich informierst und weisst, wie du dich und deine Partner schützen kannst. Egal, ob es dabei um den schnellen, anonymen Sex geht oder um die grosse Liebe. Wer seine Schutzmöglichkeiten kennt, ist auf der sicheren Seite.

Ficken

Ficken ist lustvoll. Viele Geniessen es auch, gefickt zu werden. Die Nerven im Darmausgang und der Prostata sorgen beim passiven Partner für ein Feuerwerk der Empfindungen. Doch Ficken kann auch wehtun, wenn man verspannt ist und der Schliessmuskel im Arsch klemmt. Daher gilt beim Ficken: Geduld bringt Rosen.

Als aktiv bezeichnet man beim schwulen Sex denjenigen Partner, der seinen Schwanz in den Arsch oder den Mund seines Sexpartners steckt. Der Partner, der sich ficken lässt oder bläst (das heisst, den Schwanz in den Mund nimmt), wird als passiv bezeichnet. Aktiv und passiv kann aber auch die allgemeine Rolle beim Sex beschreiben. Der aktive Partner ist demnach der dominantere Teil und bestimmt den Sex. Männer, die sowohl aktiv als auch passiv sind, werden als "versatile", also flexibel, bezeichnet. 

Ungeschützter Analverkehr ist bei Männern, die Sex mit Männern haben, die Hauptübertragungsursache von HIV. Safer Sex bietet einen guten und zuverlässigen Schutz. Schütze dich und deine Partner mit einem Kondom oder mit einer PrEP.

Blasen

Blasen ist nicht nur lustvoll, sondern auch praktisch: Man kann sich mit Blasen und Geblasen-Werden abwechseln – oder beides gleichzeitig tun!

Blasen ist kein HIV-Risiko. Auch der Lusttropfen ist im Mund ungefährlich. Die Schleimhäute im Mund sind eine Barriere gegen Viren, Bakterien usw. Sie sondern Speichel ab und sind nicht dazu da, etwas aufzunehmen (im Gegensatz zur Darmschleimhaut, die unter anderem die Aufgabe hat, Flüssigkeiten in den Körper aufzunehmen). Auch enthält der Speichel Bestandteile, die dem Virus zusetzen. Nach neuesten Erkenntnissen gilt selbst Sperma im Mund nicht mehr als HIV-Risiko. 

Beim Blasen kann man sich mit anderen sexuell übertragbaren Krankheiten, STI, anstecken. Bei häufig wechselnden Sexpartnern: Impfen gegen Hepatitis A und B und zweimal im Jahr mindestens auf HIV, Syphilis, Tripper und Chlamydien testen.

Chem-Sex/Chems

Chem-Sex oder Chems ist die Bezeichnung für Sex unter dem Einfluss von Drogen. Dadurch werden im Idealfall Gefühle intensiviert, die Ausdauer gesteigert und Hemmungen abgebaut. Unter Schwulen weit verbreitet ist zum Beispiel Poppers (kurzzeitig wirksames Lösungsmittel). Aber auch andere Substanzen wie Ketamin, Kokain, Ecstasy, GHB/GBL, Viagra oder Crystal Meth werden in gewissen Kreisen gerne zum Sex konsumiert. Aber Vorsicht: Der gleichzeitige Konsum verschiedener Substanzen und Medikamente birgt die Gefahr von unberechenbaren Wechselwirkungen. Wer Drogen zum Sex konsumieren möchte, informiert sich. Denn durch Wissen können allfällige Risiken auf ein Minimum reduziert werden.

Erektionsprobleme

Probleme mit der Erektion haben meist vielfältige Ursachen. Sie kommen mit dem Gebrauch von Kondomen, aber auch ohne vor. Wer beim Wichsen einen harten Schwanz hat, bei dem ist körperlich alles in Ordnung. Wer immer wieder Mühe damit hat, einen Steifen zu kriegen, hat Erektionsprobleme. Diese können körperlicher Art sein oder durch Stress ausgelöst werden. In beiden Fällen lohnt sich ein Besuch beim Arzt. Er könnte auch an einen Psychologen weiterverweisen, sollte die Ursache psychischer Natur sein.

Bei hartnäckigen Erektionsproblemen hilft der Sexualtherapeut weiter. Er zeigt, wie man den Beckenboden und damit die Standfestigkeit des Schwanzes trainieren kann. Anleitungen für Beckenbodentraining finden sich im Internet. 

Alkohol: Ein, zwei Gläser Wein können die Versagensangst oder den Stress dämpfen und wieder zu Erfolgserlebnissen verhelfen. Man sollte es nicht mit dem Alkohol übertreiben – im Vollrausch geht nichts mehr. 

Cockringe werden um Schwanz und Hoden zugleich getragen und verhindern, dass das Blut aus dem Schwanz zurückfliesst. Die Erektion kann so aufrechterhalten werden. Am besten eignen sich Ringe aus Kunststoff. Aber nicht übertreiben! Ein zu langer Blutstau kann die Gefässe schädigen. 

Medikamente wie Viagra & Co. helfen auch. Zusammen mit Poppers besteht bei Viagra die Gefahr eines tödlichen Kreislaufzusammenbruchs. Viagra nicht im Internet bestellen (man weiss nicht, was wirklich drin ist). Lieber zum Arzt oder in den Checkpoint gehen und sich beraten lassen. Es besteht kein Grund, sich deswegen zu schämen. Vielen Männern passiert das.

Anonymer Sex

Anonymer Sex kann aufregend, geil und spannend sein. Dabei geht es meist um schnellen, unkomplizierten Sex ohne Verpflichtungen. Aber auch in diesen Situationen kann man Verantwortung übernehmen und Safer Sex praktizieren. Am besten, man sorgt vor und hat Kondome und Gleitmittel zur Hand. Viele Lokale, bei denen Sex vor Ort möglich ist, bieten gratis Kondome und Gleitmittel an. Orte für anonymen Sex sind Saunen, Darkrooms, Sex-Clubs, Sex-Kinos oder Cruising-Areas wie Parks oder öffentliche WCs. Auch an privaten Sexpartys kann es zu anonymem Sex kommen. Hier ist wichtig, dass für jeden Arsch ein neues Kondom oder neue Fisthandschuhe benutzt werden und dass jeder einen eigenen Gleitmitteltopf verwendet.

Sex unter Freunden

Gelegentlich pflegen Männer ein Netzwerk von Sexpartnern, den sogenannten Fuckbuddys, mit denen sie in regelmässigen Abständen Sex haben. Meist kennen die Fuckbuddys den HIV-Status ihrer Sexpartner und sprechen sich ab, ob und wie Safer Sex praktiziert wird. Das funktioniert gut, wenn man sich kennt und vertraut. Wenn sich aber ein Mann neu mit HIV infiziert, kann sich das HI-Virus schnell, ohne dass man selber oder die Fuckbuddys das bemerken, verteilen. Denn in der sogenannten Primoinfektion, kurz nach der Übertragung ist die Anzahl der Viren im Blut sehr hoch und dadurch die Ansteckungsgefahr um bis zu hundert Mal grösser. Wer auf Nummer sicher gehen will, hält auch im vertrauten Netzwerk die Safer-Sex-Regeln ein.

Sex in der Beziehung

Am Anfang einer Beziehung sind die Gefühle oft gross und Safer Sex wird manchmal klein geschrieben. Wer eine neue Liebe gefunden hat und ungeschützten Sex haben möchte, lässt sich am besten zusammen mit dem Partner in einem Checkpoint auf HIV testen. Im Laufe der Zeit wird sich zeigen, ob man in einer treuen oder offenen Beziehung leben will. Welche Variante(n) auch immer gelebt werden, es muss für beide stimmen. Wichtiger ist, dass ihr über eure Bedürfnisse redet und eure Moralvorstellungen mitteilt. Denn etliche Übertragungen von HIV finden in vermeintlich treuen Beziehungen statt. Ein offenes Gespräch, wo Abmachungen und Regeln festgelegt werden, kann dem entgegenwirken und das Vertrauen in eure Beziehung stärken


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