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01 Sep 2019 Berichte

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Zwei homophobe Angriffe an einem Tag

In Berlin wurden am Dienstag zwei Fälle von Körperverletzung angezeigt, die einen homophoben Hintergrund haben. In beiden Fällen wurde den Opfern dabei mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Die Polizei ermittelt.

Ein Mann im Kleid störte einen Fahrgast in der U-Bahn – da schlug er zu 

Der erste Fall ereignete sich in einer U-Bahn der Linie U8: In der Station Bernauer Straße stieg ein 35-Jähriger mit Kleid und Absatzschuhen in den Zug Richtung Hermannplatz. Er setzte sich neben einen Mann, der – so der Polizeibericht „viel Platz einnahm“. Als er ihn bat, etwas Platz zu machen, entgegnete ihm der Unbekannte, dass er sitze wie er möchte – und beleidigte den 35-Jährigen homophob.

Dieser bat seinen Sitznachbarn daraufhin erneut, Platz zu machen – daraufhin beleidigte ihn der Unbekannte erneut. Nach der dritten Aufforderung wurde der Mann gewalttätig: Der aggressive Fahrgast schlug dem 35-Jährigen mehrmals ins Gesicht. Daraufhin flüchtete der Mann mit einigen Zeugen in der Station Rosenthaler Platz aus der U-Bahn, um die Polizei zu alarmieren. 

Auf dem Bahnsteig ging der Angriff weiter 

In letzter Sekunde folgte ihnen der Unbekannte. Der 35-Jährige wollte ihn festhalten und konnte den Angreifer noch zu Boden reißen. Dieser drehte sich dann aber um und schlug den 35-Jährigen erneut mehrere Male ins Gesicht. Zeugen trennten die beiden Männer, der Angreifer konnte unerkannt flüchten.

Bei dem Angriff erlitt der 35-Jährige Kopfverletzungen, nach Angaben der Polizei wollte er sich selbst in ärztliche Behandlung begeben. 

Homophobe Beleidigung, nachdem der Hund gegen einen Blumenkübel gepinkelt hatte 

Ein weiterer Fall ereignete sich gegen 19.40 in der Nikolsburger Straße im Bezirk Wilmersdorf: Ein 64-Jähriger war dort mit seinem Hund Gassi gegangen, als er sich vor einer Gaststätte mit einer Frau unterhalten hatte, die gerade dort zu Gast war. Kurz darauf kam ein Mann aus dem Lokal heraus und tadelte den 64-Jährigen, weil sein Hund gegen einen Blumenkübel der Gaststätte gepinkelt hatte.

Wenig später kam ein weiterer Mann aus der Gaststätte. Er schlug dem 64-Jährigen ins Gesicht und beschimpfte ihn homophob. Unter Schock stehend ging der Angegriffene dann nach Hause, von wo aus er dann die Polizei informierte. Er erlitt bei dem Vorfall Kopfverletzungen, die nicht behandelt werden musste. 

Wie bei allen Hassverbrechen hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin in beiden Fällen die Ermittlungen übernommen. Im Gegensatz zu anderen Städten geht die Berliner Polizei in ihrer Öffentlichkeitsarbeit mit solchen Taten offen um und macht Hassverbrechen gezielt publik. Deshalb gelangen diese im Vergleich mit anderen Städten relativ oft an die Öffentlichkeit.


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