Begleiter von Trans-Mann in Berlin zusammengeschlagen - MenConnect

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06 Aug 2019 Berichte

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Begleiter von Trans-Mann in Berlin zusammengeschlagen

Bei der Bushaltestelle warteten die Angreifer auf den Trans-Mann und seine Freunde.

Ein transfeindlicher Vorfall beschäftigte die Berliner Polizei am Samstag im Bezirk Marzahn: Wie Zeugen berichten, war ein 21 Jahre alter Trans-Mann gegen 16.30 Uhr von zwei Jugendlichen beleidigt und geschlagen worden.


Zwei Burschen machten sich über den Trans-Mann lustig, mit zwei Freunden schlugen sie dann zu

Der Trans-Mann war in Begleitung eines 18-Jährigen und einer 15-Jährigen auf der Allee der Kosmonauten zu einem Kurz- und Gebrauchswarengeschäft unterwegs. Auf dem Weg dorthin trafen sie zwei Jugendliche, mit denen sie in Streit gerieten. Dabei beleidigten die beiden Burschen den Trans-Mann mehrmals wegen seiner Geschlechtsidentität.

Nachdem der Trans-Mann und seine Begleiter das Geschäft wieder verlassen hatten, gingen sie zu einer Bushaltestelle. Dort traf das Trio die beiden Burschen wieder, sie waren in Begleitung von zwei weiteren Männern. Die Vier versuchten, den Trans-Mann weiter zu provozieren, er und seine Begleiter ignorierten das Quartett allerdings.

Daraufhin stürzten sich die vier Männer auf den 18-jährigen Begleiter des Trans-Mannes und schlugen ihn zu Boden. Dann sollen sie ihm auch wiederholt gegen den Kopf getreten haben.


Die vier Angreifer konnten unerkannt flüchten

Als der 21-Jährige die Polizei alarmierte, konnten die Angreifer unerkannt flüchten. Rettungskräfte versorgten den 18-Jährigen zunächst vor Ort, dann kam er zur ambulanten Behandlung in eine Klinik. Auch die 15-jährige Begleiterin wurde zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus gebracht, da sie deutlich unter Schock stand.

Nähere Angaben zu den Angreifern machte die Berliner Polizei nicht. Die Ermittlungen hat, wie bei allen Hassverbrechen üblich, der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin übernommen.


Mehr Gewalt gegen LGBT bei der Polizei angezeigt

Die Zahl der Fälle von Gewalt gegen sexuelle und geschlechtliche Minderheiten in Berlin ist im Jahr 2018 gestiegen. Das dürfte auch daran liegen, dass sie immer öfter gemeldet werden. Die Berliner Polizei zählte im letzten Jahr 225 Straftaten gegen sexuelle Minderheiten, das sind 54 mehr als im Jahr zuvor. Davon konnten 47 Prozent aufgeklärt werden – ein Anstieg zu 2017, wo die Aufklärungsrate bei 42 Prozent lag.

Wer Opfer von Hasskriminalität wird, kann auf der Internetwache der Polizei Berlin online eine Anzeige aufgeben. Außerdem gibt es bei der Berliner Polizei zwei Ansprechpersonen für LSBTI. Sie sind unter der Telefonnummer +49/(0)30 /4664 979 444 erreichbar. Beim schwulen Anti-Gewalt-Projekt Maneo können LGBTI-feindliche Straftaten aus Berlin über die Webseite oder das Überfalltelefon unter der Nummer +49/(0)30 /216 33 36 (täglich von 17 bis 19 Uhr) gemeldet werden.

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